Eltern sein rund um die Welt

 

Nadine ist Autorin des Blogs www.singapurhochdrei.com, kommt ursprünglich aus München und lebt seit 2017 mit ihrem Mann Norman und ihrem Sohn Titus in ihrer Wahlheimat Singapur.

Liebe Nadine, erzähl uns deine Geschichte, wolltest du schon immer mal in Asien leben?
Fast 17 Jahre habe ich in München gelebt, meiner absoluten Lieblingsstadt, in die ich zum Studieren gezogen bin. Nach meinem Musikwissenschaftsstudium arbeitete ich viele Jahre im Orchestermanagement der Bayerischen Staatsoper, während mein Mann Karriere in der Unternehmensberatung machte. In den 15 Jahren unserer Beziehung hatten wir immer mal wieder den Wunsch, für eine gewisse Zeit im Ausland zu leben. Ein wenig konnten wir während unserer Erasmus-Aufenthalte in der Schweiz und in Frankreich in ein solches Leben hineinschnuppern. Die Vorstellung, als Expats zu leben, war stets verlockend für uns. Unser Fernweh bekam bei vielen langen Reisen in exotische Länder stets neue Nahrung. Als dann 2014 unser Sohn Titus zur Welt kam stellten wir schnell fest: auch mit Kind lässt es sich ganz vorzüglich reisen - und solange das Kind noch nicht schulpflichtig ist, sollten wir doch noch einmal über ein Auslandsabenteuer nachdenken. Dazu kam, dass ich nach meiner Rückkehr aus der Elternzeit auf eine völlig stupide Stelle abgeschoben wurde, wo ich Akten von links nach rechts schob und mich langweilte - als Teilzeitangestellte war ich offenbar für meinen Arbeitgeber nicht mehr attraktiv.

Und wie seid ihr nach Singapur gekommen?
Knall auf Fall und quasi mit sofortiger Wirkung bekam mein Mann das Job-Angebot in Singapur. Ehrlich gesagt schliefen wir noch nicht einmal die sprichwörtliche Nacht darüber. Stattdessen: grosse Begeisterung und “Das machen wir!” Innerhalb von acht Wochen musste dann alles über die Bühne gehen: Job kündigen, Wohnung auflösen, alles per Container verschicken, Mieter suchen, Auto verkaufen, und vor allem unsere Familie und unsere Freunde schonend auf den Abschied vorbereiten. Unser damals dreijähriger Sohn wurde mit Büchern, Erzählungen und langen Sitzungen vor der Weltkarte auf den Umzug eingestimmt, nahm die Sache aber erstaunlich gelassen. Nun wohnen wir seit August 2017 in Singapur, geplant sind mindestens zwei Jahre Aufenthalt hier. Allerdings würden wir gerne um ein weiteres Jahr verlängern, um dann zu Titus’ Schulbeginn im Herbst 2020 zurückzukehren. Das ist aber alles noch in Planung!

Wie funktioniert die Kinderbetreuung bzw. das Schulsystem in Singapur?
In Singapur gibt es einen staatlich geförderten Kinderbetreuungsplatz für jedes Kind ab Geburt. Kitas und Kindergärten stehen an jeder Ecke, und sobald man sich für eine Einrichtung entschieden hat, ist sofort ein Platz verfügbar. Allerdings werden dafür stolze Preise verlangt - die internationalen Kindergärten kosten um die 25.000 Euro pro Jahr. Das gilt auch für die Schulgebühren. Ausserdem hat eigentlich jeder Haushalt mit mehr als einem Kind und berufstätigen Eltern eine “Maid” oder “Nanny”, die bei der Familie im kleinen Zimmerchen hinter der Küche wohnt und sechs Tage pro Woche für Kinderbetreuung, Einkäufe, Putzen und Kochen zuständig ist. Diese Helferinnen kommen meist aus Indonesien oder den Philippinen. Für sie ist es eine gute Möglichkeit, Geld zu verdienen, sofern sie nicht an ausbeuterische Arbeitgeber geraten. Gerade in chinesisch-stämmigen Familien ist es völlig normal, dass beide Eltern Vollzeit arbeiten, sich eine Maid um den Haushalt kümmert und die Kinder ab etwa einem Jahr morgens um 7 Uhr vom Schulbus abgeholt und um 18 Uhr wieder zurückgebracht werden. Eine Kindergartenpflicht gibt es nicht, aber ich kenne kein Kind, das nur zu Hause betreut wird. Die Betreuungseinrichtungen haben Gruppen für Einjährige bis Sechsjährige, anschliessend kommen die Kinder in die Schule. In den Gruppen “unseres” Kindergartens sind jeweils nur Kinder desselben Jahrgangs, mein Sohn ist also nur mit gleichaltrigen Kameraden zusammen. Einerseits seltsam, denn so fällt weg, dass er von den Grösseren lernen kann, andererseits ist die Gruppe so sehr homogen und die Erzieherinnen können genau auf die Bedürfnisse der 3 bis 4-Jährigen eingehen. Bereits in diesem Alter wird Lesen, Schreiben und Rechnen sehr gefördert, aber im Gegensatz zu den Vorschulgruppen noch sehr spielerisch. Da Singapur eine sehr internationale Stadt mit vielen Ausländern ist, gibt es neben den lokalen Kindergärten/Schulen auch Unmengen an internationalen Einrichtungen. Dort können Kinder bis zum Schulabschluss im System des Heimatlandes unterrichtet werden, was eine Rückkehr in die Heimat jederzeit ermöglicht.

Wie sieht der Alltag bei euch aus?
Unser Sohn spaziert morgens ganz entspannt zu Fuss mit mir in den Kindergarten. Ich hole ihn am Nachmittag ab, damit wir noch zusammen ein paar Stunden am Pool oder beim Spielen verbringen können. Mit dem Gedanken, eine Maid zu haben, die bei uns zu Hause wohnen müsste, kann ich mich (noch) nicht anfreunden.

Wie funktioniert die Eingewöhnung in Singapur und wie hat sich Titus eingelebt?
Für Titus war der Start im Kindergarten ein ziemlich harter: schliesslich sprach er zu diesem Zeitpunkt kein einziges Wort Englisch, und er ist bis heute im Kindergarten das einzige deutschsprachige Kind. Zum Glück besuchte er bereits in München seit seinem ersten Geburtstag ganztags eine Krippe und war also “Fremdbetreuung” gewohnt. In Singapur im neuen Kindergarten gab es keine Eingewöhnung, wie wir sie aus Deutschland kennen. Seine neuen Erzieherinnen wollten ihn bereits ab dem ersten Tag ganz alleine und ganztags bei sich in der Gruppe behalten. Das fand ich doch ein wenig zu schnell, und verbrachte daraufhin auf eigenen Wunsch ein paar Vormittage lang diverse Stunden zuerst in der Ecke im Gruppenraum und später im Flur auf einem kleinen Stühlchen. Die Kindergartenleitung liess mich natürlich gewähren, man schüttelte aber sicher insgeheim den Kopf über die “helikopternde” deutsche Mutter - von einer Eingewöhnung nach “Berliner Modell” hat hier noch nie jemand etwas gehört. Und trotzdem fand sich Titus nach ein paar anfänglichen Schwierigkeiten recht schnell zurecht, spricht inzwischen fliessend Englisch und sogar ein bisschen Chinesisch und hat viele Freunde gefunden.

Kannst du uns etwas über die Kindererziehung erzählen? Gibt es da Unterschiede zu deinen Erfahrungen aus Deutschland?
Die Kinder in Singapur sind auf den ersten Blick alle sehr ruhig. Fürs Herumtoben draussen ist es einfach viel zu heiss, die Kinder müssen ihre Energien dann eher im Pool oder drinnen abbauen. Man sieht auf den Spielplätzen meist wenige einheimische Kinder, denn in diesen Familien herrscht ein gewisser Drill: die Kinder gehen nicht nur stets Vollzeit in Kindergarten oder Schule, sondern werden zusätzlich auch am Wochenende noch in Englisch-, Schach- oder IQ-steigernde Kurse geschickt - und natürlich sind Geigen-, Ballett- und Schwimmkurs obligatorisch. Kinder müssen also vor allem funktionieren, und während bei einem Kleinkind ein lautes Lachen oder ein Kommentar in der vollen U-Bahn noch belustigt hingenommen wird, ernten Kinder ab zehn Jahren dann schon eher mahnende Blicke. Kinder haben den Erwachsenen mit Respekt zu begegnen, “Attachment Parenting” ist hier ausserhalb der Expat-Community wohl nicht allzu vielen ein Begriff.

Gibt es einen Mutter- oder Vaterschaftsurlaub in Singapur?
Seit 2017 dürfen Frauen insgesamt 16 Wochen Elternzeit nehmen, während Arbeitgeber und Staat zu je 50% das Gehalt weiter bezahlen. Wie diese Zeit rund um die Geburt bis zum 1. Geburtstag des Kindes verteilt wird, kann frei gewählt werden. Vaterschaftsurlaub gibt es seit 2017 für Angestellte staatlicher Unternehmen und für Regierungsangestellte - und zwar ganze zwei Wochen. Die Regierung hofft, dass die freie Wirtschaft sich künftig daran orientiert und das Modell flächendeckend übernimmt. Eltern erhalten bei Krankheit der Kinder sechs zusätzliche, unbezahlte Urlaubstage, unabhängig davon, wie viele Kinder sie haben. Diese Regelungen gelten aber nur für “Permanent Residents”, nicht für klassische Expats mit befristeten Arbeitsverträgen und ebensolchen Aufenthaltsgenehmigungen.

Ist Teilzeitarbeit üblich?
Teilzeitjobs sind hier die Ausnahme, Singapur ist eine Stadt der “Workaholics” und so treffe ich nachmittags, wenn ich meinen Sohn vom Kindergarten abhole, fast ausschliesslich auf Nannys. Die meisten einheimischen Eltern arbeiten beide Vollzeit, falls sie sich den kompletten Verdienstausfall eines Elternteils in der teuren Stadt nicht leisten können. Also werden selbst Säuglinge bereits fremdbetreut, eine indonesische Nanny, die ein chinesisches oder blondes Baby im Tragetuch mit zum Einkaufen nimmt, gehört zum alltäglichen Bild Singapurs.

Wie kinderfreundlich empfindest du die Stadt?
Die Menschen sind grundsätzlich sehr kinderlieb und aufmerksam, noch nie mussten wir im Bus stehen, stets passen Fremde mit auf, dass unser Sohn mit seinem Tretroller nicht auf die Strasse fährt, er bekommt praktisch überall eine Kleinigkeit geschenkt und wird angesprochen - Kinder sind überall willkommen und gern gesehen! In jedem Lokal gibt es Kinderstühle, meist auch ein eigenes Kindermenü, Malsachen oder eine Spielecke, und für die Singapurer ist es relativ normal, ihre Kinder abends ins Restaurant oder zu sonstigen Freizeitvergnügungen mitzunehmen. Schlafenszeiten werden hier nicht so ernst genommen, wie in Deutschland, deshalb sind die meisten Kinder aber häufig übermüdet und bekommen zu wenig Schlaf. Jedes Stadtviertel hat Spielplätze, aber noch verbreiteter sind die Indoor-Spielplätze in den Einkaufszentren, denn die sind klimatisiert und ziemlich aufwändig ausgestattet und bei der Dauerhitze draussen oft einfach die angenehmere Alternative. Daran musste ich mich eine Weile gewöhnen, denn im fensterlosen, auf 19 Grad klimatisierten Spielplatz zu sitzen, während draussen die Sonne scheint, fand ich eher unangenehm. In jeder Shoppingmall gibt es einen Nursery Raum, in dem man ungestört stillen kann. Wickeltische stehen sowohl in Herren- als auch in Damentoiletten, und dort gibt es überall ein Kinder-WC und ein Kinderwaschbecken. Für stillende Mütter, die bereits wieder arbeiten, gibt es in den Büros gesetzlich vorgeschrieben einen eigenen Raum zum Abpumpen. Insgesamt sind Kinder also sehr in den Alltag integriert. Kinder zu haben ist der Normalzustand, und keiner hat ein Problem, wenn der Babysitter kurzfristig ausfällt und man das eigene Kind dann doch spontan zur Chorprobe oder zum Meeting mitbringt. An den Wochenenden gibt es unzählige Gratisangebote für Familien: Open-Air-Konzerte im Botanischen Garten, Stadtführungen, Spielangebote in den Museen etc.

Wie sind die Ferien geregelt? Gibt es eine Betreuungsmöglichkeit während der Schulferien?
Der gesetzliche Urlaubsanspruch in Singapur beläuft sich auf 7 bis 14 Tage pro Jahr, je nach Betriebszugehörigkeit. Dazu kommen jährlich 11 gesetzliche Feiertage. Nicht allzu viel also, zumindest am europäischen Massstab gemessen. Mein Mann hat zum Glück nach guten Verhandlungen seinen “deutschen” Urlaubsanspruch auch in Singapur behalten können, und so haben wir genug Zeit, um die perfekte Lage im Zentrum Südostasiens zu nutzen und so viele Reiseziele zu erkunden, wie nur möglich. Unser Kindergarten hat kaum Ferien, nur über Weihnachten wird er zwei Wochen lang geschlossen, dazu kommen vereinzelte Schliesstage übers Jahr verteilt. Die internationalen Schulen orientieren sich an den Ferienzeiten der jeweiligen “Heimatländer”, das ist für Eltern also genauso schwierig zu überbrücken wie zu Hause.

Gibt es typische Feriendestinationen?
Da ich keinen festen Job habe, nutzen wir wirklich jede Gelegenheit, um eine Reise zu unternehmen. Bali und ganz Indonesien, Malaysia, Thailand, Vietnam, Laos, Philippinen: alles ist zwischen ein bis drei Stunden mit Flugzeug oder Schiff entfernt und für wenig Geld erreichbar. In Nordaustralien ist man in vier Stunden, nach Neuseeland dauert es doch noch fast neun Stunden, aber auch das ist ein beliebtes Reiseziel. Im Winter fliegen viele nach Japan zum Skilaufen, das wollen wir nächstes Jahr auch einmal ausprobieren. Ständig und von jedem bekommt man Reisetipps und Empfehlungen. Da Singapur ein Stadtstaat mit wenig Fläche ist, sind an den Wochenenden eigentlich immer alle “im Ausland” unterwegs. Alternativ kann man bequem per Taxi in nur wenigen Minuten auf die stadteigene Insel Sentosa fahren, dort gibt es künstlich angelegte, erstaunlich schöne Strände, schicke Beach Clubs, Wasserspielplätze, Vergnügungsparks, Restaurants und Wasserrutschen - genau richtig für einen Sonntagsausflug. Rund um die Feiertage sind natürlich alle Reiseziele rund um Singapur überfüllt und extra teuer, wie auch in Europa zur Ferienzeit.

Wie ist das Essen und gibt es ein typisches Kinderessen in Singapur?
Singapur ist bekannt für seine kulinarische Vielfalt. Indische, malaiische, chinesische, indonesische und europäische Einflüsse haben die Landesküche geprägt, und so versammeln sich auf engstem Raum die unterschiedlichsten Spezialitäten. In den sogenannten Hawker Centres, die man sich wie eine Ansammlung von Street Food-Ständen vorstellen muss, gibt es fantastisches Essen für wenig Geld, in Little India reiht sich ein vegetarisches Lokal an das nächste, in Chinatown gibt es Küche aus allen Regionen Chinas, und natürlich findet man auch Haute Cuisine zu astronomischen Preisen und “sternegekrönt”. Alles ist ziemlich fleisch- und fischlastig, wir als Vegetarier waren anfangs etwas entsetzt. Inzwischen wissen wir aber, nach welchen Gerichten wir Ausschau halten müssen, und auf Nachfrage wird sowieso immer alles möglich gemacht. Kinder essen einfach mit, in manchen Restaurants werden spezielle Kindermenüs angeboten, aber einheimische Kinder wachsen mit Laksa, Dim Sums, Dosas oder sonstigen kräftig bis scharf gewürzten Gerichten auf.

Bei der Beikosteinführung (die vom Gesundheitsministerium ab sechs Monaten empfohlen wird) spielen Zutaten wie Tofu, Reis, Mango, japanischer Rettich oder Soba-Nudeln eine wichtige Rolle - Milchprodukte kommen dagegen gar nicht vor.

Was gefällt dir am Besten am Leben in Singapur?
Unheimlich viel! Auf jeden Fall unsere Wohnung: ein riesiger Balkon, der 365 Tage im Jahr genutzt werden kann, ebenso wie ein hauseigener Badebereich mit 50m-Pool und Kinderplanschbecken sowie ein Gym im 24. Stock mit Blick über die ganze Stadt - toll! Auch toll ist, dass alle kulinarischen Köstlichkeiten der Welt verfügbar sind, das Essen ist fantastisch! Wir leben ganz nah am Meer und es gibt unheimlich viele Grünflächen. Auch ohne eigenes Auto kommen wir wunderbar klar. Per Taxi und Uber kommt man günstig durch die Stadt und der öffentliche Verkehr ist günstig und zuverlässig. Ausserdem gefällt mir das friedliche Miteinander aller Kulturen, Feiertage werden religionsübergreifend zelebriert und Kinder lernen, unterschiedliche Traditionen zu respektieren. Bekanntschaften werden leicht geschlossen, da in dieser Stadt alle irgendwie “auf dem Sprung” sind. Es ist immer warm und exotische Reiseziele liegen vor der Haustür. Dass Englisch die Amtssprache (neben Chinesisch, Malaiisch und Tamil) ist, macht das Eingewöhnen einfach - und ganz nebenbei lernt man die jeweils wichtigsten Wörter der anderen drei Sprachen.

Und gibt es etwas, dass dir nicht so gut gefällt?
Es ist sehr teuer hier, vor allem die Nachmittagsangebote für Kinder gehen ganz schön ins Geld. Da es zu heiss ist, um draussen zu spielen, müssen wir immer nach Alternativen suchen. Das Erziehungssystem ist sehr streng, bereits Kindergartenkinder bekommen Bewertungsbögen. Die Kinder werden allgemein wenig behütet und kaum zur Selbständigkeit erzogen. Autofahrer nehmen keine Rücksicht auf Fussgänger und Fahradfahren ist gemeingefährlich, darum lernen es die meisten Kinder hier erst gar nicht. Mich stört auch der allgemeine Umgang mit Ressourcen: Klimaanlagen laufen ständig auf Hochtouren, Plastiktüten sind ganz normal, ebenso wie Einweggeschirr. Eine Mülltrennung gibt es nicht und Bio-Lebensmittel und Drogerieartikel sind schwierig zu finden und kosten enorm viel.

Liebe Nadine, vielen Dank für diese spannenden Einsichten in dein Leben in Singapur!