• Dayo Oliver 1

Hebamme Dayo Oliver

 

Richtig atmen ist wichtig

Alle freuen sich, wenn das Baby unmittelbar nach der Geburt herzhaft schreit und damit selbständig zu atmen beginnt. Im Laufe des Wachstums kann es aber zu Fehlentwicklungen kommen, die das Atmen beeinträchtigen.

Wir wollten mehr zu diesem Thema erfahren und haben bei der Hebamme Dayo Oliver nachgefragt.

Liebe Dayo, du bist Hebamme aus Leidenschaft. Bitte stelle dich doch kurz vor.

Ich kam 1981 in Zug als Tochter einer Schweizerin und eines US Amerikaners auf die Welt. Nach der Matura auf einer Internationalen Schule, besuchte ich die Hebammenschule St. Gallen. Seit 2006 arbeite ich als Dipl. Hebamme im Seespital Horgen. Während zwei Jahren wirkte ich nebenberuflich in einer Arztpraxis mit Spezialgebiet Fertilitätsprobleme und künstliche Befruchtung. Am Seespital arbeite ich im Gebärsaal, auf dem Wochenbett, im Kurswesen, in der Akupunktur-Sprechstunde sowie in der Praxis der Frauenklinik. Seit Beginn meiner Ausbildung habe ich rund 300 Kinder zur Welt gebracht. Der Beruf als Hebamme ist für mich mit viel Leidenschaft verbunden. Ich lebe seit 19 Jahren mit meinem Partner in einer festen Beziehung und bin Mutter von zwei Söhnen und einer Tochter.

Du setzt dich bewusst für das Thema "richtig atmen bei Babys" ein. Wie merke ich, ob mein Baby "richtig" atmet?

Ein Baby atmet in Normalfall immer durch die Nase. Es ist normal, dass ein Kind bei verstopfter Nase oder wenn es weint, durch den Mund atmet. Beim normalen Spielen und Trinken an der Brust oder Falsche und beim Schlafen, sollte dein Baby durch die Nase atmen. Wenn dir auffällt , dass dein Kind viel durch den Mund atmet und wenn es beim Schlafen immer schnarcht, solltest du das mal mit deinem Kinderarzt besprechen.

Was ist die Folge, wenn das Baby nicht durch die Nase atmet?

Die Erwärmung, Filtration und Befeuchtung der Luft durch die Nase entfällt. Das Baby wird dadurch anfälliger auf Infekte. Die Schleimhäute im Mundbereich trocken ebenfalls aus und dadurch wird das ganze Mundklima gestört. Dies wirkt sich negativ auf Karies aus, macht anfälliger auf Infekte und hat sogar einen schlechten Einfluss auf die Verdauung.
Die Sauerstoffaufnahme ist auch deutlich geringer bei der Mundatmung (10-15%).
Die konstant falsche Lage der Zunge führt wiederum zu Kieferfehlbildungen, weil der Oberkiefer nicht in die Breite gedrückt wird.

Wie viele Babys haben schätzungsweise eine Fehlentwicklung im Kiefer, Gaumen und Mundraum?

Etwa 70% der Kinder, die einen Schnuller benutzen, entwickeln Kieferfehlbildungen wie offener Biss, Kreuzbiss und gotischer Gaumen. Bei etwa 20% dieser Kinder sind Fehlentwicklungen angeboren, bei den anderen entstehen sie aufgrund von Daumen- oder Schnullergebrauch.

Wie kann ich mein Baby bei der richtigen Atmung unterstützen?

Für eine gesunde Mund- und Kieferentwicklung ist Stillen das Beste. Es ist jedoch nicht für jede Mutter möglich zu stillen und da die meisten Kinder ein Saugbedürfnis haben, dass gestillt werden muss, ist die Wahl des Schnullers eine sehr wichtige Sache. Alles was in den Mund deines Kindes kommt, sollte biofunktional sein. Ein falscher Schnuller kann sich mit der Zeit wegen den daraus entstehenden Fehlbildungen am Kiefer negativ auf die Atmung auswirken. Wenn dir im Allgemeinen auffällt, dass dein Kind durch den Mund atmet und stark schnarcht, solltest du das mal mit deinem Pädiater besprechen.

Viele Kinder haben einen Nuggi oder nuckeln am Daumen. Kann das eine Auswirkung auf die Atmung haben? Wie kann ich dies verhindern?

Das Nuckeln an Daumen und Schnuller kann definitiv eine schlechte Auswirkung auf die Atmung haben. Das Saugen an Daumen und Schnuller kann zu einem hohen bzw. gotischen Gaumen führen. Die Nasenebenhöhlen werden dadurch zu eng und das Kind wechselt auf die  Mundatmung. Dies kann eigentlich nur verhindert werden, indem du einen Schnuller wählst, der sich nicht negativ auf die Kieferentwicklung deines Babys auswirkt. Der Schnuller von Curaprox Baby ist biofunktional und erfüllt alle diese Kriterien. 

Bild: © Dayo Oliver